Warum sprechen wir eigentlich von Lieblingskunden und nicht von Zielgruppe? Die kurze Antwort lautet, es wird dadurch greifbarer und anschaulicher. Wenn ich Sie bitte, Regina aus Ihrem gestrigen Kurs, oder den Kunden Paul aus dem Beratungsgespräch von letzter Woche zu beschreiben, dann fällt Ihnen die Beschreibung der Person um ein Vielfaches leichter.
Unser Ziel: Bis zu 3 Personen charakterisieren, mit denen Sie gern arbeiten werden. Ach ja, lassen Sie den dickköpfigen Dieter, der für Ihre Dienstleistung nicht bezahlen wollte, gern bei dieser Übung außen vor 😉
- Damit jedoch genug der Vorrede. Lassen Sie uns nun einen Blick in den ersten Spickzettel werden. Woher die Bezeichnung „Spickzettel“ kommt, wollen Sie wissen? Auch hier der Name Programm. Spickzettel haben wir in der Schule geschrieben, wenn wir entweder zu faul oder zu klug waren, um für ein Randthema zu lernen. Das Problem mit Randthemen ist, wir haben im Alltag nur selten die Möglichkeit das Gelernte anzuwenden und damit zu festigen. Ergebnis: Wir vergessen es schnell wieder.
- Nehmen wir also an, Sie gehören zur Gattung kluger Schüler, Sie wollen nicht zum reinen Online-Unternehmer werden, aber den Online-Kanal dennoch für Ihre Kundenansprache nutzen. Dann notieren Sie Ihre Entscheidungen zum jeweiligen Etappenstop in den gelben Feldern und bestehen die „Prüfung“, ohne vorher Online-Marketing studieren zu müssen. Klingt effizient? Dann lassen Sie uns loslegen.
- Verstehen Sie den Kopf Ihres Spickzettels als Navigationssystem. Er zeigt uns, wo wir sind bzw. was wir bis zum Ziel dieser Etappe noch erleben werden. Jede Etappe hat einen eigenen Farbcode, den Sie übrigens auch am Fuße des jeweiligen Reiters wiederfinden.
- Springen wir zur nun zur Fußzeile. Hier geben Sie mir nach der Bearbeitung des Spickzettels eine Rückmeldung zur benötigten Bearbeitungszeit bzw. zum empfundenen Mehrwert. Wenn Sie den Status Ihrer Bearbeitung vermerken, helfen Sie Ihrem Gruppen-Partner zu verstehen, ab wann Sie sich auf konstruktives Feedback freuen. Im aktuelle Beispiel ist der Austausch mit dem Gruppen-Partner zwar nicht vorgegeben, kann aber bei Verständnisfragen dennoch hilfreich sein.
- Suchen Sie für Feedback gern den direkten Austausch per Telefon (die Rufnummer finden Sie übrigens im Reiter „Teilnehmer“). Alternativ können Sie sich auch zeitversetzt abstimmen, indem Sie die eingebaute Kommentar-Funktion nutzen. Wählen Sie dafür zunächst die betroffene Zelle aus und klicken anschließend auf die Schaltfläche „Kommentar einfügen“. Bitte vergessen Sie nicht den eingegebenen Text über die Schaltfläche „Kommentieren“ für Ihren Gruppen-Partner sichtbar zu machen.
- Abschließend möchte ich Ihnen noch drei Umgangsformen mitgeben, die bei der Verwendung der Kommentar-Funktion quasi zum guten Ton gehören.
- Pro-Tipp 1: Stellen Sie das @-Symbol und den Namen Ihrer Zielperson Ihrem Kommentar voran, dann erhalten Sie genau EINE Rückmeldung. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass ich Sie zum gleichen Thema auch noch behellige 😉
- Pro-Tipp 2: Erreichen Sie selbst Kommentare, dann erkennen Sie dies zum einen an einer kleinen Sprechblase auf dem Reiter unten. Zum anderen können Sie über diese Schaltfläche oben rechts alle Kommentierungen auf einen Blick einblenden.
- Pro-Tipp 3: Gehen Sie mit der Zeit Ihrer Gruppen-Partner wertschätzend um, indem Sie Kommentare auch würdigen/ beantworten bzw. diese als geklärt kennzeichnen. In einem Telefonat quittieren wir eine Frage vermutlich auch nicht mit Stillschweigen, oder?
- Kommen wir nun zum Hauptteil des Spickzettels. Grundsätzlich beantworten wir hier immer eine oder mehrere Fragen. Im aktuellen Beispiel sind es vier, die unseren Lieblingskunden benennen und aus drei verschiedenen Blickwinkeln charakterisieren. Mit dem kleinen Plus am linken Bildschirmrand können Sie die einzelnen Teile aufklappen. Die Erfahrung zeigt, dass speziell zu Beginn Mitglieder gern mal vergessen, die ausgeblendeten Teile zu bearbeiten. Wenn Sie mir bis hierher jedoch aufmerksam gefolgt sind, dann wird IHNEN dies natürlich nicht passieren 😉
- Zurück zum Lieblingskunden. Warum sehen wir uns gerade drei davon genauer an? Zum einen wollen wir damit herausfinden, ob Frauen / Männer unterschiedliche Merkmale ausweisen. Zum anderen unterscheiden sich die Merkmale ggf. bei „unerfahrene Einsteigern“ und „alten Hasen“, die sich mit Ihrem Thema schön länger beschäftigen und sich damit in einer anderen Phase der Kaufentscheidung (mehr dazu in Etappe 3) befinden.
- Beides trifft bei Ihnen nicht zu? Dann überlegen Sie mal, ob Paul oder Regina im gleichen Alter sind bzw. in einem Dorf/ einer Stadt leben und dadurch unterschiedliche Bedürfnisse mitbringen. Im Beispiel hier sind alle drei Einzelunternehmer, die unterschiedlichen Berufsgruppen angehören. Heißen die Lieblingskunden im Beispiel tatsächlich Franz oder Roland mit Vornamen? Ja. Das empfehle ich übrigens auch Ihnen.
- Wenn wir den zweiten Teil aufklappen, erkennen wir, dass wir damit bereits den Spalten-Kopf des Spickzettels ausgefüllt haben.
- In den Zeilen finden Sie Merkmale, um Ihre Lieblingskunden näher zu beschreiben. Wundern Sie sich bitte nicht, warum bspw. genau diese Altersgruppen vorgegeben sind. Alle Merkmale werden auch von Google verwendet und helfen uns damit nicht nur hier, um den Lieblingskunden zu beschreiben, sondern auch später, um Auswertungen zum Nutzverhalten richtig zu interpretieren oder unsere Inhalte über die Suchmaschine an den richtigen Empfängerkreis auszuspielen.
- Die Liste an Merkmalen habe ich für Sie bereits auf relevante Einträge für Einzelunternehmer mit Dienstleistung gefiltert. Die Kreuze in Spalte D sind daher ein technisches Hilfsmittel, ohne zusätzlichen Informationsgehalt.
- Im Bauch der Tabelle können Sie die gelben Felder durch Anklicken für den jeweiligen Lieblingskunden an- oder abwählen.
- Gerade die Liste an Merkmalen für Interessen ist recht umfangreich. Bitte folgen Sie nicht nur hier dem Prinzip „weniger ist mehr“ und wählen nur solche Merkmale, die Sie sicher zuordnen können.
- Abschließend noch ein Hinweis zu den Merkmalen unter „Typ-Mensch„. Hiermit wollen wir herausfinden, in welchem Emotionsfeld sich unser Lieblingskunde hauptsächlich bewegt. Warum das wichtig ist? Ganz einfach, wir wollen nicht nur mit Inhalten überzeugen, sondern auch den richtigen Ton treffen. Dabei helfen uns bspw. die richtigen Adjektive, bei denen sich Ihr Lieblingskunde emotional bewegt und damit verstanden fühlt.
- Wer mit den Merkmalen der sieben Typen nicht spontan zu einer Einschätzung kommt, dem habe ich unter der Tabelle zwei hilfreiche Links angefügt. Mir hat es sehr geholfen, die 8 Fragen zum Limbic-Test einmal für mich selbst zu beantworten und danach noch einmal stellvertretend für den Lieblingskunden, bei dem ich mir unsicher war.
- Nutzen Sie also die Gelegenheit nebenbei gleich etwas über die eigene Persönlichkeit zu erfahren. Ich wünsche Ihnen inspirierende Momente.
Das war mein erster Streich. Nun sind Sie dran: Passen Sie die gelb-markierten Felder auf Ihre drei Lieblingskunden an und lassen Sie dabei lieber unsichere Häkchen weg. Wie gesagt, weniger ist mehr.
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